Mittwoch, 16. März 2011

Schüler der japanischen Schule sagen Besuch ab

Welche Nachrichtenquelle soll man noch glauben? Die Nachrichten überschlagen sich. Minütlich erreichen uns neue Nachrichten und das verwunderliche ist, dass manche sich sehr in der Information unterscheiden.

Auch auf dem Landesentscheid des Wettbewerbs Jugendforscht wurde wild über das Thema Japan diskutiert und die Forscher blieben meistens bei dem Thema der Atomenergie stehen. Viele befürworten einen Ausstieg der Atomenergie, dennoch kamen auch Zweifel einzelner jungen Leute auf: Gibt es überhaupt alternativ Möglichkeiten, die auch noch wirtschaftlich sind? Wird durch den Ausstieg der Atomenergie Strom noch teuer? Und werden wir dann abhängig von China?
Viele Fragen blieben offen und konnten nicht beantwortet werden. Wild wurde spekuliert.
Interessant war auch, dass ein Juror (bei dem Jurgendforscht Wettbewerb bei dem wir uns gerade aufhalten) sich als "Atomkraft - Nein Danke!"-Befürworter kenntlich machte, obwohl "EON Kernkraft" Hauptsponsor dieser Veranstaltung ist.

Heute in der früh erreichte uns eine Nachricht von Ayaka:

I'm OK,too! we can go to Germany maybe=)


Wir waren wirklich froh über ihre Nachricht. Haben uns gefreut und waren erleichtert, aber glauben konnten wir es noch nicht.
Unsere Zweifel bestätigten sich im Laufe des Tages. Wir bekamen von unserer Lehrerin die Mitteilung, dass der Austausch nicht stattfinden wird. Es soll aber ein Ersatztermin gefunden werden.

Nun nach 5. Tagen werden auch die schlimmen Folgen des Tsunami und des Erdbeben erkennbar. Dazu wurde uns vom Stader Tageblatt ein Link von der NY Times übermittelt:

http://www.nytimes.com/interactive/2011/03/13/world/asia/satellite-photos-japan-before-and-after-tsunami.html


Dieser Vorher-Nachher-Effekt ist wirklich beängstigend. Menschen lebten in den Häusern, die nun zerstört sind. Sie haben nichts mehr, außer dem was sie bei sich hatten. Uns stockte der Atmen.
Weiter bleibt die Angst der radioaktiven Strahlung. Es ist ungewiss wie sich die Lage der Atomkraftwerke z.B. in Fokushima entwickeln wird. Kommt es zum "worse case" oder ist es nur eine Panikmache der Medien?
Wir hoffen nur, dass unsere Freunde unversehrt von der Strahlung bleiben und gesund sind!

Auch während der Jurorenbefragung erreichte uns eine sehr traurige Nachricht. Nana schrieb, dass ihre Großeltern tot seien. Mit gemischten Gefühlen verlief der Tag bei uns. Immer in Gedanken bei unseren Freunden den Japanern.

Hoffentlich finden die Familien wieder zusammen! Wir beten dafür!

Wir bitten zu entschuldigen, dass wir wir heute nicht so ausführlich schreiben konnten. Durch unsere aktuelle Teilnahme am Wettbewerb Jugend forscht bleibt uns lieder wenig Zeit an neue Informationen zu bekommen!

Arne Balzer und Steffen Mühlenkamp (Stand: 15.03.2011 23:38)

Montag, 14. März 2011

4. Tag nach der Katastrophe

Gewiss kann man sagen, dass man zurzeit unfassbare Ereignisse erlebt und mitbekommt, die in die Geschichte eingehen werden. Unsere Freunde die Japaner leben in Schrecken und Unsicherheit. Kurze Nachrichten von unseren Austauschschülern erreichen uns. Häufig steht in ihnen beruhigende Worte für uns. Zwischen den Zeilen erkennt man jedoch Ängste und Ungewissheit. Von manchen fehlt auch nach wie vor jegliche Spur.

Endlich hat sich auch Kotono gemeldet. Kotono ist eine Gastschwester von Arne, die bei dem diesjährigen Besuch der Hansestadt Stade bei ihm wohnt. Gleich nach der Erfahrung des Erdbeben versuchte Arne sich mit ihr in Kontakt zu setzen. Man erhielte von ihr nur einen Satz:

I can´t go my home know
Mit diesen Worten ließ sie Arne 3 Tage im Ungewissen. Bis die Nachricht von ihr kam, dass sie okay sei, das Haus stehe und ihre Familie am Leben sei.
Für uns scheint die Lage unvorstellbar, fast unmöglich und nicht nachvollziehbar zu sein. Die Nachrichten versuchen über die Lage zu berichten. Meistens sind es jedoch keine genauen Angaben. Vieles wird leider verallgemeinert.

Zur befinden wir in uns in Clausthal-Zellerfeld und nehmen am Landesentscheid des Wettbewerbs "Jugend forscht" teil, dass erschwert natürlich für uns die Arbeit an Informationen zu bekommen. Die meisten privaten Nachrichten bekamen wir nämlich um 4 Uhr nachts. Ganz schön anstrengend, wenn man bedenkt, dass man schon früh am gleichen Tage aufstehen muss!

Heute morgen bekamen wir ein weiteres Lebenszeichen von einer japanischen Schülerin. Ayaka beschrieb uns ihre Lage: Sie lebt zurzeit in einer Notunterkunft mit mehren hunderten Menschen zusammen.
Zum Glück war sie zum Zeitpunkt des Erdbebens in der Sendai Shokei Schule. Ihr Haus sei nämlich vom Tsunami mitgerissen worden. Ayaka berichtete traurig von dem Ablauf der Ereignisse in Sendai. Im späteren Chatverlauf berichtete sie, dass ihre Familie gesund und bei ihr sei.
Plötzlich und ganz unerwartend bekamen wir eine weitere Nachricht von ihr:

we have the terrible earthquake
but, we go to germany meybe.
Wir fragten sie, ob sie alleine oder mit ihrer Familie nach Deutschland kommen würde, um zu flüchten. Ganz unbeirrt antwortete sie uns:

With the school exchange.
Wir waren sehr überrascht, da wir solch eine Antwort nicht erwartet haben! - Nur wie kam sie an diese Nachricht? Ein Lehrer habe ihrer Freundin diese Nachricht übermittelt und nun diese ihr. Ayaka wirkte erleichtert, als sie uns das übermitteln konnte. Sie möchte gerne nach Deutschland kommen und in schneller Sicherheit sein. Zum Schluß konnten wir ihr noch schnell "good wishes" wünschen. Hoffentlich hören wir von ihr Neues.

Vielleicht verbessert sich bald die Lage in Sendai, wir hoffen es und beten dafür. In unserer Stadt wurde heute ein "Gedenk-Gottesdienst" abgehalten. Anwesend konnten wir nicht sein. Man erzählte uns jedoch, dass viele Menschen kamen und trauerten. Einigen kamen die Tränen. Viele Menschen seien tiefst betroffen!

Der Zeitpunkt der möglichen Anreise der japanischen Austauschschüler rückt immer näher und unsere Ungewissheit ob sie nun kommen oder nicht wird immer größer. Immer noch konnten wir kein Kontakt zu den japanischen Betreuungslehrern aufnehmen. Selbst die Tochter von Rick, mit der wir im engen Kontakt stehen, war es noch nicht möglich. Sie ist sehr beunruhigt und beängstigt.

Auch fragen wir uns wie man am Besten mit ihnen umgehen solle, wenn sie kommen? Wie gehen selbst unsere Freunde mit der schrecklichen Situation um, haben oder kennen sie psychsische Unterstützung? Bestimmt erleben sie täglich schreckliche Ereignisse, mit denen sie zurecht kommen müssen. Bilder die sie prägen werden.

Wir hoffen das Beste für Japan!


Arne Balzer und Steffen Mühlenkamp (Stand 23:18, 14.03.2011)

Sonntag, 13. März 2011

Immernoch angespannte Lage in Sendai

Nur schwierig und langsam bekommen wir neue Informationen von unseren Freunde aus Sendai. Von immer mehr Freunden hören wir, dass sie am leben seien und unter der Katastrophe sehr stark leiden. Zurzeit schlafen die Menschen bei Kälte und Minusgraden in Japan. Manche haben immer noch keine Notunterkunft. Viele sind verzweifelt und der Kräfte der Natur ausgesetzt

Fast halbstündlich schauen wir auf den Live-Ticker von Weltonline.de mit großen Augen und Erwartungen. Vielleicht gibt es zwischen Informationen wie z.B. eine Kernschmelze, Erkrankte durch radioaktive Strahlung und Tsunami-Opfern neue Hinweise auf mögliche Besserung. Auch fragen wir uns ständig, wie wir den Menschen dort helfen können.
Wir versuchen unser Beileid durch E-Mails und über Plattformen wie Facebook ihnen mitzuteilen. Damit sie das Gefühl erhalten, dass sie in der schweren Zeit nicht alleine sind.

Um 4:00 Nachts unserer Zeit bekamen wir neue Lebenszeichen aus Japan. Die Gastschwester von Steffen meldete sich endlich nach 3 Tagen:

Hi.
Just now, I noticed your comment.
I am ok.
But, electricity can not use,gas can not use, waterworks can not use...
I am soo sad..
...I am afraid of all.

I miss you.

Haruka, die Gastschwester von Steffen, sei in Sicherheit. Sie kann sich als glücklich schätzen. Ihr Vater und ihre Mutter leben zurzeit mit ihr in ihrem Haus in Sendai. Gas, Wasser und Strom hätten sie zurzeit nicht zur Verfügung und sie beklagt sich über Kälte in ihrem Haus. Lebenszeichen veröffentlicht sie mit ihrem neugekauften iPad, solange ihr Akku noch hält und die Mobilfunknetze eine Verbinung ins Internet zulassen.

Wenige Minuten später kam eine weitere Mitteilung von ihr:

But , other city is a tsunami breaks out. Tsunami is tidal wave...
...The greater part of the area has been affected by flooding...
So, the city is broken....
I am so sad.
I can not thinking anything...
I am terribly shocked...
I wanna see you soo much..
Es sind ernste Worte die uns tief treffen. Sie selbst wüsste gar nicht über die Ausmaße bescheid. Wir fragten sie, ob sie genaueres über den Vorfall in Fukoshima wüsste. Leider vergebens. Auch weiß sie nicht, wie sich die Zukunft entwickeln würde. Sie sei ratlos.

Noch schlimmer trifft es Nana Kimura. Sie lebt zurzeit nicht in ihren eigenen vier Wänden wie Haruka. Die Familie flüchtete nämlich ins Auto und lebt zurzeit auch in einem Auto. Sie berichtete auf japanisch, dass das Auto kein Bezin mehr habe und an neues zu bekommen, gestaltet sich als schwierig. Auf ein Erdbeben sei die Familie vorbereitet gewesen. Sie trafen schon vorher Maßnahmen für einen jetztigen Notstand, so dass sie zumindestens mit Essen versorgt seien.

Heute konnte Nana ihren Cousin endlich wieder sehen. Es sei ein Treffen mit Tränen gewesen. Ihr Cousin war sehr glücklich und erleichtert sie zu sehen. Die Tränen wurden als Freudentränen umschrieben.

Außerdem versuche Nana Kontakt zu anderen Freunden aufzunehmen, aber meistens seien die Handys von Freunden unbrauchbar. Immernoch vermisst sie ihre Großeltern. Sie fragt über Facebook ob wir genauers über die Region "Ogatsu Ishinomaki Miyagi" wüssten, wo ihre Großeltern leben. Suche und Recherche haben nichts ergeben. Wir hoffen das Beste für sie und ihre Großeltern.

Zum Schluß ihrer Nachricht wünscht sie allen:
I wish everyone's safety!
Eine Freundin von Nana schreibt auf ihre Pinwand, dass nicht alle Menschen die Möglichkeit haben an Essen zu bekommen. Auch schreibt sie, dass sie Angst vor weiteren Nachbeben hat.


Des Weiteren hat Steffen neue Nachrichten von seinem Gastschüler Yosuke erhalten:

Dear Steffen

I send you some pictures of Tohoku district.

Big tsunami attacked the people who live near the sea.

Sendai airport was damaged by tsunami.

The nuclear power station in Fukushima No.1 was exploded.

But, Reactor core was not exploded.

Today, we could use electricity.

<<...>> <<...>>

Über seine E-Mail haben wir uns sehr gefreut. Dennoch fragen wir uns, wie gut die Verbreitung von Nachrichten in Japan ist. Weiß er und seine Familie wirklich über die Ausmaße von Fukoshima bescheid? Oder hält ihnen die japanische Regierung Nachrichten vor, um ein mögliches Chaos zu verhindern?





Aus dem aktuellen Bild aus der Tageszeitung von Sendai, kann man die traurigen Schäden des Tsunami entnehmen. Solche Bilder lösen in uns Traurigkeit aus. Auch hinter dem Hintergrund, dass wir immer noch nicht von allen Freunden Lebenszeichen bekommen haben. Gerade von denen, die am Meer leben.

Uns bleibt leider nur übrig für unsere Freunde die Japaner zu beten und zu hoffen. Wir sind hilflos und schauen mit traurigen Blicken nach Japan und hoffen auf Besserung.

Steffen Mühlenkamp und Arne Balzer (Stand 13.03.2011; 16:57 UTC +1)





Situation in Japan

Liebe am Japanaustausch Beteiligte,

in Hinblick auf den aus emotionalen Gründen sicher nachvollziehbaren Drang, möglichst schnell etwas über den Zustand unserer Freunde in Sendai zu erfahren, möchte ich darauf hinweisen, dass die Menschen dort in der derzeitigen Situation überwiegend nicht die technischen Möglichkeiten und Kapazitäten zur Antwort haben. Die Bemühung um die eigenen Anghörigen wird gegenwärtig im Vordergrund stehen, zumal es absehbare Evakuierungs- und Präventionsmaßnahmen aufgrund der angekündigten Nachbeben und atomaren Gefahr geben wird. Von telefonischen Kontaktversuchen bitte ich sogar generell abzusehen, um die Leitungen nicht zu belegen.
Ich gehe davon aus, dass sich die Teamleitung des Austauschs der Shokei Highschool umgehend bei uns melden wird, sobald dies möglich ist.
Hoffentlich haben alle die Mail von Frau Keuchen erhalten, wir treffen uns am Montag alle in der ersten großen Pause in R. 138!
Ich habe zahlreiche Anfragen in Hinblick auf Hilfsaktivitäten für die Menschen in Sendai erhalten, und ich möchte euch bitten, euch bis morgen Gedanken zu diesem Thema zu machen.
Ich möchte mich bei Arne und Steffen für die Bereitstellung des wichtigen Blog- Forums und ihren Zuversicht spendenden Beitrag bedanken.

Wir sehen uns bei dem Treffen am Montag,
Herr Mascher


--
Schon gehört? GMX hat einen genialen Phishing-Filter in die
Toolbar eingebaut! http://www.gmx.net/de/go/toolbar

Neue Lebenszeichen aus Japan

Wie ihr sicherlich wisst, ist die Lage in Japan und besonders in Sendai sehr angespannt: Aus Fukushima kommen keine genaueren Nachrichten über eine mögliche Kernschmelze und deren aktuellen Ausmaße. Die Japanische Regierung schweigt sich aus und übermittelt nur noch spärlich Informationen. Auch über die Schäden von Sendai im Stadtkern wird nur spekuliert und man wüsste noch nicht wie hoch der Schaden sei!

Für uns Schüler ist es schwierig an Information zu gelangen. Zurzeit bedienen wir uns von Internerplattformen wie Twitter, Youtube oder Facebook. Direkte Kontaktaufnahme gestaltet sich für uns als schwierig. In Japan ist Facebook nicht so verbreitet wie bei uns. Die Japaner nutzen für ihr Land ihr eigenes Soical Network namens mixi.jp.

Sofort probierten wir uns in den japanischen Dienst anzumelden. Leider vergebens, da wir nicht im Besitz von einem japanischen Handy sind.

Somit bleiben uns nur die Möglichkeit der E-Mail und das Hoffen auf Antworten bei Facebook. Heute erreichte uns eine kurzverfasste Nachricht von Yosuke Ohkoshi:
dear Steffen
thank you so much.
Iand My family are safe.


Die Nachrichten bekamen wir von Steffen´s Gastbruder, um 06:13 deren Ortzeit.
Ungewissheit macht sich in unseren Köpfen breit. Manche Gastfamilien von uns lebten am Meer und übten Berufe am Meer aus.


Rick´s Tochter, ein Betreungslehrer des Japanaustausch, berichtete uns gestern Abend, dass die Schüler der Sendai Shokei Schule unversehrt geblieben sind. Dennoch hätte sie aktuell kein Kontakt mehr zu ihrem Vater gehabt.


Ihre Tochter trifft es sehr hart. Letzte Nacht konnte sie vor Sorge um ihre Familie kaum schlafen. Sie lebe nämlich zurzeit in Amerika und weiß genauso wenig wie wir.

Um 15:41 (unserer Zeit) bekamen wir eine Nachricht von Nana Kimura, die das Glück hat über ihr Handy ins Internet zu gehen:

We can't get communication in Japan.
And I think that it without the charge of the cellphone.
But I was able to contact it miraculously.To Natsumi Nanami Moe! They and their family are safe!
I wish many people's safe.

Aus diesen Worten entnehmen wir, dass Kommunikation sich in Japan zurzeit als sehr schwierig gestaltet. Auch zukünftlich gesehen!
Dennoch nehmen wir aus diesen Worten die Hoffnung, dass unsere Freunde und Bekannte am Leben sind und sich bestimmt in Sicherheit befinden.

Hilflosigkeit macht sich in uns breit: Und immer wieder stellt sich die Frage wie wir helfen können! Denn zurzeit können wir nur hoffen und beten:


"Auch wenn die Welt verrückt spielt:
Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Zu glauben hat schon manchen Berg versetzt."
Quelle: Wise Guys

In diesem Sinne wünschen wir unseren Freunden den Japanern alles Gute für die gegenwärtige Nacht!


Steffen Mühlenkamp und Arne Balzer

Stand (12.03.2011; 17:31)

Samstag, 12. März 2011

Erdbeben und Tsunami in Sendai

Wie wir heute erfahren haben, gab es ein sehr schweres Erdbeben unweit von Sendai im pazifischen Ozean. Auf das Erdbeben folgte ein schwerer Tsunami mit einer Höhe von ca. 10m, der weit (1 km und mehr) in Landesinnere hervorstieß. Obwohl Japan generell sehr gut auf Erdbeben vorbereitet ist, gab es wahrscheinlich schon tausende Todesopfer durch den Tsunami.


Vorweg gesagt: Vielen Japanern unseres Austausches geht es laut facebook gut. So konnten wir von Yuki, Kotono, Nana und Ayaka (Shibuya) schon Rückmeldungen über facebook erhalten.
Auch Rick und seiner Frau bzw. seinem Sohn geht es gut nach Auskunft seiner Schwester.
Die meisten unserer Austauschschüler sind also in Sicherheit soweit, können jedoch teilweise (wie Kotono) noch nicht wieder nach Hause zurückkehren, was wahrscheinlich mit dem Zusammenbruch der Infrastruktur zusammenhängen wird.

zerstörte Infrastruktur Bild: (c) by Welt.de


Über diesen Link erreicht ihr den Google Person-finder. Dieser soll es ermöglichen vermisste Personen wiederzufinden anhand von Vor- und Zuname.

NHK-WORLD berichtete wie folgt:





Das Erdbeben (mittlerweile schon unter dem Namen "Sendai-Erdbeben" bekannt, dass einen Rekordwert von 9,8 auf der Richter-Skala erreichte, betraf die Stadt unserer Austauschschule wohl am stärksten. Bilder aus Sendai hab ich jetzt noch nicht direkt gesehen, jedoch hab ich eine Webcam gefunden, die zum Zeitpunkt des Bebens online war. Der Link zeigt eine Animation aus den letzten Bildern dieser Kamera. Außerdem fand ich noch Webcam von einem Waschsalon und - als einzige mit einem Livebild - die eines Kindergartens. Letztere ist jedoch zurzeit weniger spannend aufgrund der Uhrzeit.

Restaurant kurz nach dem Erdbeben (c) by opentopia.com
Da das Beben um 14:46 Uhr Ortszeit - 6:45 Uhr unserer Zeit stattfand, ist damit zu rechnen, dass die meisten Japaner in der Schule oder bei der Arbeit waren, als die ersten Erdstöße sie erreichten.

Allein am Strand von Sendai sind laut dpa mindestens 200-300 Tote gefunden worden. Es ist natürlich damit zu rechenen, dass die Zahl der Opfer in Sendai wesentlich höher ausfallen wird. Das legt auch nahe, dass viele Schüler - solang sie nicht selbst betroffen sind - Schweres nun durchmachen müssen. Ihnen gilt unser Mitgefühl.

Viele Japaner verbringen die Nacht in notdürftigen Unterkünften Bild : (c) by Welt.de


Gleichzeitig hoffen wir, dass unseren japanischen Freunde weitgehend verschont geblieben sind von dem Beben. Sollten sich noch weitere Leute bei uns melden, werden wir dies natürlich hier im Blog posten.

Speziell zur Situation in Sendai berichtet hier das japanische Auslandsfernsehen NHK-World:





Wir hoffen, dass sich die Schäden - sowohl persönlicher als auch materieller Natur - in Japan möglichst gering halten und das alle Menschen an einen sicheren Ort gelangen können.

Ich persönlich rechne nicht damit, dass der Austausch am nächsten Freitag wie geplant von Statten gehen kann, da das Unglück (das immerhin das schwerste seit mindestens 140 Jahren für Japan war) zuerst einige Zeit benötigt. So sollte es erst einmal wichtig sein in Erfahrung zu bringen, ob alle Austauschteilnehmer wohlauf sind.

Wenn ihr noch weitere Informationen habt, macht bitte einen Kommentar unter diesem Artikel oder schreibt es bei facebook, sodass wir alle auf dem neuesten Stand sind.

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Dienstag, 30. November 2010

JAPANVIDEO!

Hallo an alle Japan-Fans!

Ich habe endlich mein Video über den Japan-Austausch fertig. Teil 1 präsentiere ich nun hier:



Aufgrund von Urheberrechtsbelangen kommt das Video leider ohne viel Hintergrundmusik daher:(

Teil 2 folgt morgen oder später.


Danke für das Interesse :)


Arne

Montag, 18. Oktober 2010

Abreise

Heute geht es zurueck! Auf, auf und zurueck nach Stade. Um 5.30 (in 20 min.) Treffen wir uns alle, um dann geschlossen zum Bahnhof Tokio und nach Narita zu fahren.
Gestern haben wir eine Bootstur gemacht und waren shoppen und in traditionellen Souvenirlaeden. Den Blogeintrag holen wir dann demnaechst nach.
Jetzt liegt erstmal ein netter Flug vor uns:)
Sayonara
und danke fuers verfolgen unseres Blogs an alle fleißigen Leser, was aber noch  nicht heißen soll, dass es in den laufenden Tagen keine weiteren Informationen geben wird ;)

Also in diesem Sinne - weiterverfolgen!

Sonntag, 17. Oktober 2010

Tokio - Shopping und Sightseeing

Heute stand die Stadtfuehrung der schoensten und interessantesten Sehenswuerdigkeiten der Weltmetropole Tokyo an!

Nach einem Kampf gegen die Muedigkeit beim morgenlichen Aufstehen ging es um 8 Uhr los. Einige von uns sahen mehr oder weniger verschlafen aus, sodass die Meinungen zu einer Sightseeing-Tour in Tokio sehr unterschiedlich aussahen.

Zum Weg zur S-Bahn wurden dann erstmal jegliche Kommentare zum morgenlichen Aufstehen ausgetauscht:

"Ihr sieht alle so fertig aus", " So ein leckeres Fruehstueck mit einem Kaffee wuerde Wunder bewirken" oder "Sehen meine Haare wirklich so scheisse aus, hatte namlich keine Zeit mehr meine Haare zu foehnen"


An unserer Zielstation angelangt, erwartete uns Herr Imada schon - kurz und schnell berichtete er uns welche Sehenswuerdigkeiten uns erwarten werden:

Die Rainbow-Bridge, der grosse Buddha, kleine Shoppingstrassen und der Pazifik...

Zuerst stand die Rainbowbridge von Tokio an:

Kurze Fakten:
Querung von Bucht von Tokio
Konstruktion Hängebrücke
Gesamtlänge 798 m
Längste Stützweite 570 m
Konstruktionshöhe 127m
Höhe 60 m
Fertigstellung 1993
 
Wir ueberquerten die Bruecke zu Fuss. Viele mit gemischten Gefuehlen, da man mit der Hoehenangst zu kaempfen hatte, andere wiederum genossen die wunderbare Aussicht, bei grandiosem Wetter und guter Sicht auf die Tokyo Bay: 

Die Rainbowbridge von der Seite


Nach der einstuendigen Ueberquerung der Bruecke legten wir eine Verschnaufspause ein und genossen den Sonnenschein, bei ca. 40 Grad.
Nun war es Zeit fuer eine kleine Mittagspause: Wasser aus dem Wasserhahn des Hotels und nichtbelegte Toats - Denn es musste ja Geld fuer das Shoppen eingespart werden.

Zurueck auf die andere Seite nahmen wir die Monorailbahn, die uns schnell wieder zur Tokio-Station brachte. Von hier aus fuhren wir ca. 55 min. lang in die Stadt Kamakura.

Nun bekamen wir eine Freizeit in der wir Essen konnten, was wir wollten. Von "Maccodonaldo" bis Tajaki war alles dabei.

Naechster Programmpunkt war der grosse Buddha am Stadtrand von Kamakura. Ein Bus brachte uns dorthin.

Clara vor dem grossen Buddha

In Kamakura war wunderschoenes Wetter, die Sonnenstrahlen schienen traumhaft durch die Aeste, so dass auf dem Platz des Buddhas schoene Lichtverhaeltnisse waren.

Auch Clara hatte die Moeglichkeit JCC fortzusetzen:

und im Buddha:


Nach dem Kauf einiger Souveniers, gingen wir eine Strasse mit vielen Geschaeften herab zu einem kleinen Bahnhof namens Hase.

Ein kleiner auf Retro getrimmter ueberfuellter Zug brachte uns schliesslich an den Pazifik:

Wir gingen einige hundert meter den Strand entlang bis zu einem Anleger von dem aus wir die Sonne hinter dem Fuji verschwandt:


Herr Imada fuehrte uns zurueck zu unserem Hotel und wir teilten uns dort auf. Einige gingen zum Karaoke: Clara, Sophie, Mareike, Janina, Levke, Kathrin, Paddy, Marten und Arne. Die Uebrigen blieben im Hotel.

Morgen ist unser letzter Tag in Japan. Wir koennen es noch gar nicht glauben, dass diese wunderbare Zeit schon vorbei ist.


Trotzdem freuen wir uns darauf morgen Up- und Downtown von Tokio zu entdecken.

Oyasumi nasai und bis morgen!


Von Steffen, Kathrin und Arne

Freitag, 15. Oktober 2010

Mitsubishi-Werksbesichtigung und Shopping-Odyssee

Heute stand die Besichtigung des Mitsubishi-Werks auf dem Plan.

Die Fabrik in der Stadt Kawasaki erreichten wir mehr oder weniger bequem (Berufsverkehr) mit der S-Bahn.

Kurz vor dem Werkstor holten einige von uns das Fruehstueck notduerftig in einer "franzoesichen" Baeckerei nach.

Herr Takahashi, unser Guide auf der Werkstour, zeigte uns erst eine Praesentation ueber die Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation, der Nutzfahrzeugsparte von Mitsubishi, die LKW, Busse und andere Nutzfahrzeuge herstellt. Aus dem japanischen uebersetzt ins Englische wurde das gesprochende von seiner Kollegin, es war jedoch schwer zu verstehen.

Herr Takahashi und Uebersetzerin

Indem Werk in Kawasaki werden verschiedene Variationen des Mitsubishi Canter hergestellt.
Wir sahen uns bei unserem Rundgang eine komplette "Assembly Line" eines grossen- und eines mittleren Modells an. Diese hatte eine Laenge von ca. 350m. Auf dieser Strecke fanden statt: Die Hochzeit (Zusammenkommen von Motor und Karosserie), das Heraufsetzen des vormontierten Fuehrerhauses und die Verkabelung alle Elektronik inkl. Bremsen.

Nach diesen 300 Metern war der Truck bereits fahrtuechtig, es fehlte lediglich die entsprechende Personalisierung (Vom Tanklaster bis zum Transport-LKW ist alles moeglich).

Nach dieser "Assembly-Line" gingen zu jener fuer die Motoren. Auch hier wurden verschiedene Motoren gefertigt. Von "low-" bis "Heavy-Duty" wogen die Maschinen 0,8 bis 2t oder mehr. Viele dieser Motoren werden direkt im Werk verbaut, einige jedoch auch exportiert oder in ein anderes Mitsubishi-Werk gebracht.
Fotos waren waehrend der Produktion nicht erlaubt, wir haben uns aber mit Mitsubishi-Infomappen eingedeckt.

Zum Abschluss unserer Fuehrung hatten wir die Moeglichkeit Herrn Takahaschi einige Fragen zu stellen. Wir erfuhren zum einen, dass er frueher Radio-DJ war, zum anderen aber auch das Motto mit dem Mitsubishi seine Arbeiter motivieren moechte "All for you" ist. Das soll bedeuten, dass der Arbeiter sich umsorgt fuehlt (bsp. Mittagessen und viele, aber kurze, Pausen) und sich somit um nichts sorgen machen muss und damit seiner Arbeit ungestoert nachgehen kann.

Auf die Frage, ob die Mitarbeiter etwas miteiontscheiden duerfen (bzw nach einem Betriebsrat), kam, nach der Uebersetzung, ein leichtes Schmunzeln von ihm zutage. Bei Mitsubishi gibt es zwar einzelne Programme, die Mitarbeiter einbinden, um bsp. die Produktivitaet zu steigern, einen Betriebsrat jedoch nicht.


Gemiensam mit unseren gesammelten Eindruecken fuhren wir mit der S-Bahn nach Shibuya, dem Downtown von Tokio. Hier teilten wir uns an der Bahn-Station in zwei Gruppen auf, um auf eigene Faust das Gebiet um die Bahnhofsmall zu erkunden und uns ein Mittagessen zu suchen.


Meine Gruppe ging, nachdem wir etwas in einem Reaturant, in dem man mit einem Automaten bezahlt, gegessen hatten, in einige Geschaefte  und spaeter zum Karaoke. Der Raum war super eingerichtet, super grosser Fernseher, gute Musikauswahl, jedoch waren 850 Yen pro Person schon ziemlich happig. 400 Yen davon ruehren von einem Drink her, den wir (anscheinend, oder die Empfangsdame hat uns Touris trotz ihres schlechten Englisch verarschen wollen) nehmen mussten um Karaoke zu singen.

Nach dem Ende dieser Freizeit (so gegen 17 Uhr) gingen wir in ein Viertel namens Harajuku. Dieses ist fuer seine auf Jugendliche ausgerichteten Geschaefte bekannt. Das stimmte auch. Es gab einen H&M, einen Adidas-Store, ein grosses Kaufhaus und viele moderne Geschaefte. Meist waren diese jedoch sehr teuer.

Auch hier teilten wir uns in Gruppe auf. In der Naehe des Adidas-Stores spielte ein Jazz-Trio und beschallte damit praktisch den gesamten Bereich:



Nach dem wir diesem weniger japanischen, jedoch, wie wir finden, echt beeindruckendem Auftritt in mitten eines Shopping-Viertels zugehoert hatten, gingen wir weiter in ein paar andere Geschaefte. U.a. ein Hutladen, ein kleiner ueberfuellter traditioneller japanischer Schmuckladen, ein Condom-Scherzartikel-Laden und ein T-Shirt Geschaeft.

Nach diesen Abwechslungreichen 3 Stunden Shopping gingen wir mit der gesamten Gruppe zurueck zum Bahnhof, machten aber vorher einen laengeren Halt beim Audi-Forum, und stiegen dan in unsere S-Bahn nach Asakusabashi. Was wir zuerst nicht verastanden: Nur die ersten beiden Waggons fuhren nach Asakusabashi, die anderen zueruck. Zum Glueck ging alles gut und nach einer Aufgiesssuppe kann ich nun hier den Blog schreiben.

Der Tag war sehr ereignisreich und zu alt werden wir heute wohl nicht mehr ;)

Bis morgen!

von Arne

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Travelling to Tokio

Heute hiess es: Tschuess Kyoto, Hallo Tokio!

Nach 45 min. Busfahrt, stiegen wir an Kyotos Bahnhof in den Shinkansen nach Tokio ein. Die Fahrt dauerte ca. 3-4 Stunden. Die meissten ruhten sich aus oder hoerten Musik.

An dem Hauptbahnhof Tokio angekommen, begruesste uns Herr Imada, der Verbindungen nach Stade hat und uns in Tokio betreut.
Er zeigt uns den Weg, mit 2 S-Bahnen, zu unserem Hotel.

Weiter konnte es gehen. Am Hotel angekommen, nahmen wir unsere Zimmer in Beschlag, stellten fest, dass diese (bis auf das Jungszimmer ;)) alle sehr eng sind. Wir sind auf alle Etagen verteilt.

Nachdem wir unsere Sachen weggepackt hatten, brachte uns Herr Imada zum Regierungsgebäude der Präfektur Tokio, zwei 243m hohen Tuermen mit Aussichtsmoeglichkeit im 45. Stockwerk.

Jedoch gab es auf dem Weg zum Zug ein kleines Malheur: Einige Schueler (Steffen, Isi, Marten, Thessa, Rebecca, Johanna) hatten auf dem Weg ein paar Fotos gemacht und dabei den Anschluss an die Gruppe verloren. Jedoch fanden wir sie nach ein paar Minuten in der Menge wieder.


Wir genossen einen atemberaubenden Ausblick auf Tokio:


Nach dem wir genug Zeit hatten, den Ausblick zu geniessen, fuehrte uns Herr Imada durch einige Gassen zum Ginzo-Viertel. Ein Viertel, das viele bunt beleuchtete Geschaefte hat:



Am Ende unserer Tour fuhren wir wieder zurueck ins Hotel, wo wir nun den Tag ausklingen lassen wollen.

Morgen steht die Besichtigung eines Mitsubishi-Werks auf dem Programm. Dann gibt es sicherlich einen laengeren Blogeintrag als heute.


Sajonara und bis morgen!

Von Steffen, Marten und Arne

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Tempel, Karaoke und KFC

Der Tag begann wie auch gestern mit einem ausgiebigen Fruehstueck aus Wuerstchen, Ruehrei, Salat, O-Saft und Kaffee.

Das Programm fuer heute sah vor den Otowasan Kiyomizudera, einen Kiyomizu-Tempel im Nordosten der Stadt, im Viertel Gion. Dieses Viertel ist fuer seine traditioniellen Haeuser und eben diese Tempelanlage bekannt.

Beeindruckend war nicht nur das hohe Tempel-Gebaeude rechts im Bild sondern auch die grosse Tempelhalle dahinter.

In diesem Roch es nach Raeucherstaebchen und man hatte sofort Respekt vor dem Jahrhunderte alten Gebaeude.

Ebenfalls in dieser Halle konnte man eine Klangschale anschlagen und sich etwas wuenschen oder beten.



Weitere Gebaeude grenzt an die Halle an.
Und auch unterhalb des Tempels giebt es historische Gebaeude.

Auf dem Weg zueruck zum Ausgang des Besucherparks stiessen wir auf eine Gruppe von SchuelerInnen, die uns ein paar Fragen stellten.





Spanierin im traditionellen Kinomo




Nach dem Tempelbesuch gingen wir einzeln eine von Geschaeften uebersaehte Strasse hinab und deckten uns mit Souvenirs ein. Das Angebot reichte von japanischen Geldkatzen, ueber Minitempel, bis hin zu essbarem. Paddy hatte dann die Idee einen von diesen (wie er sie nannte) "japanischen Berlinern" fuer 400 Yen zu kaufen. Nicht nur das Geld fuer das Broetchen, sondern auch das Erlebnis haben wir uns dabei geteilt:



Unten angekommen, gingne wir mit der gesamten Gruppe durch das Gion-Vietel zum Nakagyo-Fluss. Die kleinen Haeuser diese Viertels lassen erahnen, wie die Bevoelkerung Kyotos frueher lebte. Heute gibt es hier viele Moeglichkeiten fuer Touristen, typisch japanische Souvenirs (vorallem beschriftete Holzbretter) zu kaufen.


Am Fluss angekommen, teilten wir uns in kleingruppen von vier bis acht Personen auf.

Einige gingen shoppen, zu Mc Donalds (auf jap. "Maccedonaldo"), andere einfach nur durch die Stadt. Meine Gruppe (Rebecca, Paddy, Marten und Ich) gingen dann noch zum Karaoke. Die Musikauswahl war hier jedoch nur maessig, wir hatten aber auch nur eine Stunde gebucht. Spass gemacht hat es aber allemal.

Nach dem Karoke gingen wir zu KFC (Kentucky Fried Chicken) und kauften uns unser Abendessen. Einen Eimer mit 5 Huenchen-Stuecken. (Eimer siehe unten)

 

Morgen ist Abreisetag, es heisst also Koffer packen und ab nach Tokio, die groesste Metropole der Welt. Na das kann ja heiter werden. Wir werden berichten.

Sajonara und gute Nacht aus Kyoto!

von Arne



Dienstag, 12. Oktober 2010

Tempelshopping

Heute stand der Besuch zweier Tempel auf dem Programm.
Nach deftigem Fruehstueck in der Herberge stiegen wir in den Bus, um unsere Tempel-Tour zu beginnen.


Zuerst erreichten wir den Kinkaku-ji - Einem Ende des 14.Jahrhunderts fuer einen Shogun errichtetem Tempel. Bekannt ist dieser Tempel wegen seiner Fassade, die in dein beiden oberen Stockwerken vergoldet ist.


Der Tempel wirkte auf  uns sehr  farbenfroh, gegenueber den dunklen anderen Tempeln, die wir bisher gesehen hatten. Eine Innenbesichtigung des Bauwerks wasr leider nicht moeglich.

Die Fotographen unter uns waren von dem Leuchten des Tempels und dem Zusammenspiel der Farben Gruen (Wald), Blau (Wasser vor dem Tempe) und Gold positiv ueberascht.

In den 5 (!) Souvenir-Laeden im Tempelpark kauften wir den Tempel (als Schluesselanhaenger), Esstaebchen und Postkarten.

Als nach 1,5 h alle den Tempelpark durchlaufen hatten, stiegen wir in einen Bus ein, der uns direkt vor dem Nijo Castle, einer japanischen Burganlage, die 1601 fuer den Shogun von Kyoto errichtet wurde.




Die Anlage besitzt - sowohl ausserhalb, als auch innerhalb der Mauern grosse Gaerten mit vielen Gruenflaechen, einigen Teichen und zahlreichen Baeumen.



In dem Hauptgebaeude der Anlage ist ein Rundgang fuer Besucher eingerichtet, der mit allerhand traditionellem Japanischem aus dem 17. Jahrhundert bestueckt war. Figuren verdeutlichten die Bediensteten des Shoguns (u.a. Geishas). Fotografien waren dort jedoch leider nicht erlaubt.

Von einem Turm in der Burgmauer aus hatte man einen aussergewoehnlichen Ausblick auf einen Teil der Stadt.

Nach dem ca. 1.5-stuendigem Rundgang nahmen wir einen Bus zur Kyoto Station und beschlossen, dass nun jeder die Stadt auf eigene Faust fuer ca. 3,5 h selbst erkunden kann.

Beim Bahnhof gibt es eine riesige unterirdische Shoppingmall. Wir hielten uns groesstenteils dort und im Gebaeude des Kyoto Towers auf.

Kyotos Bahnhof fotografiert vom 11. Stockwerk mit "Skywalk" (links im Bild)






Gegen 18 Uhr fuhr der Bus zurueck zu unserer Herberge, wo wir den Tag nun entspannt ausklingen lassen.



bis

Hallo an alle Daheimgebliebenen auch von der Lehrer-Seite,

Auch Frau Levermann und ich sind begeistert von der Gastfreundschaft und kulturellen Neugier unserer japanischen Gastgeber!
Nach der bestens organisierten Zeit in Sendai stehen wir nun in Kyoto und Tokyo "auf eigenen Fuessen"!
Die Stimmung ist trotz des schweren Abschieds gestern sehr gut,viele wissen ja,dass sie ihre Gastschuelerinnen bald wiedersehen!
Ein Lob an unsere Schueler,die sich wacker im Grossstadtdschungel schlagen.
Nur die sportliche Belastbarkeit koennte besser sein:
Gestern haben wir sie 2-3 km in die falsche Richtung geschickt-
und schon war die Jaulerei gross!

Alle lieben Gruesse nach Hause und schoene Ferien von
Herrn Mascher

Sayonara Sendai!

Heute war unser letzter Tag bei unseren Gastfamilien in Sendai.

Schnell waren die letzten Gastgeschenke verteilt und der Koffer gepackt.
Am Bahnhof fand nun die Verabschiedung statt.

Jeder hatte die Moeglichkeit sich von seiner Hostsister (bzw. ebenfalls von seiner Schulbegleitung) zu verabschieden. Vielen fiel der Abschied schwer, da sie waehrend der wundervollen Zeit in Sendai eine enge Bindung zu ihrer Gastfamilie aufgebaut hatten. Einige waren den Traenen nahe, jedoch troestete man sich gegenseitig und machte sich Mut, da man sich eventuell im naechsten Jahr in Stade wieder sehen kann, wenn der Austausch weitergeht.



Aus der Distanz zu den Hostsisters am Anfang des Austausches - nicht zuletzt auf Grund von Kommuniktionsproblemen - ist innerhalb der Woche eine freundschaftliche Beziehung geworden. Vielen fanden Freunde fuers Leben und planten bereits ein Wiedersehen.

Wir nehmen auch eine Menge positive Eindruecke der japanischen Kultur aus den Gastfamilien mit.

Wir alle empfanden diese Zeit als Bereicherung fuer unser Leben und werden wohl noch lange mit Freude auf diese wunderbare Erfahrungen und Erlebnisse zurueckblicken.




Wir moechten allen Gastfamilien danken, dass sie uns in dieser Zeit umsorgt haben und uns um viele Erfahrungen reicher gemacht haben.




Arigato!
Als der Abschied vollbracht war, gingen wir auf den Bahnsteig des Shinkansen. Hier wartete das neuseste Modell des japanischen Schnellzugs auf uns.
Nachdem in dem Engen Zug alle Gepaeckstuecke verstaut waren, wurde sich eifrig ueber die Gastgeschenke, die Erfahrungen mit der Gastfamilie und Briefe von den Hostsiters ausgetauscht.

Des Weiteren wurden von einigen Hostsisters Fotoalben erstellt. Diese wurden waehrend der Zugfahrt herumgezeigt und viele vermissten ihre Gastgeschwister jetzt schon.

Der erste Zwischenstopp der Fahrt war Tokio Hauptbahnhof - weiter ging es nach Kyoto.



Am Bahnhof der "gruenen Stadt"  angekommen, machten wir uns einen ersten Eindruck.






Kyoto Tower
 

Hauptbahnhof
  


Nach langer Warterei stiegen wir in die Linie 26 in den Nordwesten der Stadt.



Nach einer halbstuendigen Busfahrt in dem ueberfuellten Bus mit sichtbar angenervten aelteren Mitreisenden erreichten wir unser Domizil: Das Youth Hostel Utano, Kyoto.
Die Herberge macht einen guten Eindruck. Sie ist traditionell eingerichtet. Es gibt sowohl traditionelle Zimmer mit Papierwaenden, als auch unsere im "Western Style" .

Am Abend wollten wir dann in ein amerikanisches Restaurant gehen. Wirliefen jedoch ca. 2-3 km in die falsche Richtung ehe es hiess:
Zurueck!!! Wir haetten bei der Tankstelle rechts ab gemusst!
 - Herr Mascher

Endlich angekommen mussten wir warten bis wir, Gruppe mit 10 Leuten, Platz in dem Restaurant fanden.  Wir assen Burger, Steak und Nudeln. Eine nette kulinarische Alternative zu dem gesunden japanischen Essen.

Nun sind wir muede von unsere Reise durch halb Japan und freuen uns auf den morgigen Tag in Kyoto.

Oyasuminasai!

Von Arne und Steffen

Montag, 11. Oktober 2010

Das Nachtleben von Sendai

Da heute der letzte Tag in Sendai ist, stand dieser komplett zur freien Verfuegung. Das tollste:Wir konnten ausschlafen. Noch besser: Steffen und Ich gingen mit unseren Gastschwestern zuerst japanisch Mittagessen und dann mit Marten und Paddy zum Karaoke.
Nachdem unsere Gastschwestern die Gebuehr fuer den Karokeraum bezahlt hatten und wir in einen Aufzug stiegen waren wir erstaunt. In dem Karaoketempel gab es 100 Karaokezimmer von einer groesse von 3-10 Quadratmetern. In diesen Raeumen stehen ein Fernseher, ein Tisch, eine Couch und eine Karaokemaschine. Schnell fanden wir heraus wie die Songs auszuwahlen sind und testeten das Geraet auf Herz und Nieren. Am Ende haben wir nur einen deutschsprachigen Song gefunden: Falco - Vienna Calling
Naja.....immerhin!


Trotzdem waren viele bekannte dabei. Das Repertoire reichte von Lady Gaga,den Red Hot Chilli Peppers und den Gorillaz ueber die Eagles, die Scorpions und Ozzy Osbourne bis hin zu den Beatles. Leider kannten unseren japanischen Gastschwestern aus dieser Liste nur Lady Gaga. Wir hatten also auch japanischen J-Pop-Hits zuzuhoeren. Man merkt, dass die Japaner oft zum Karaoke gehen nicht nur an der Punktekarte, auf der bei jedem Eintritt ein paar Payback-Punkte vergeben werden, sondern auch daran, dass diese die japanischen Songs (teilweise auch die koreanischen) sehr gut singen koennen.






Wir sind ueberzeugt mit anderen Liedern waeren alle in Deutschland schon laengst erfolgreicher als Dieter Bohlen.

Auch wir versuchten uns an japanischen Songs, entschieden uns dann aber fuer englischsprachige:



Kurzes Songquiz: wer den Song erraet, kann die Antwort als Kommentar schreiben.



Nach dieser neuen Erfahrung des Karaoke ging ich zusammen mit Steffen auf Erkundungstour durch Sendai -City. Dabei entstanden diesen Aufnahmen:



Spaeter trafen wir auf zwei Freunde von Mari und Haruka. Chihiro und Yuna. Sofort gingen wir, wie sollte es auch anders sein, in einen Purikura-Automaten:



Nach dem wir uns auf japanische Weise verewigt hatten (siehe oben), gingen wir in das Lieblingrestaurant von Mari und Haruka.

Die Getraenkekarte

Arne und Steffen bei einem Glas Milch
Mari und Haruka buchten fuer Steffen und mich den Flatrate-Tarif fuer ¥1500. So konnten wir all die leckeren Getraenke (wie hier auf dem Bild: Milch) probieren.

Die Art des Essens errinnerte an Tapas: Es gab von allen Gerichten, die wir bestellt hatten einen Topf auf dem Tisch und jeder konnte sich - kunstvoll mit Staebchen - etwas auf einen kleinen Teller holen.


Nach einem langen Abend und lustigen Gespraehen ueber Fussball, Formel 1 und lustige Spiele, die man mit der Gruppe machen kann (Wie zum Beispiel ching-chang-chong bei dem dem Verlierer auf den Kopf gehauen wird), gingen wir zum Bowlingcenter um dort Tischtennis zu spielen.

Auf dem Weg dorthin begegnetem wir folgendem jungen Mann:





Der Strassenkuenstler sammelte Geld fuer die Hochzeit eines guten Freundes. Wir waren sehr angetan von seiner verrueckten Perfomance.

Beim Tischtennis zeigte Chihiro (vorne im Bild) dass er ein echter Profi auf diesem Gebiet ist:


Nachdem wir an diesem Abend das Nachtleben von Sendai kennengelernt haben, moechten wir diese wunderbare Stadt eigentlich nicht so schnell verlassen und unsere netten Gastfamilien sowieso nicht, jedoch geht morgen der Zug nach Kyoto ab und wir haben ein bischen Ruhe vom Laerm der Stadt, bevor es dann in die Megametropole Tokio geht.

Auch aus Kyoto wollen wir berichten. Es kann jedoch sein, dass wir die Berichte nicht sofort ins Internet stellen koennen weil wir eventuell keine Internetverbindung haben. Wir werden dies dann aber so schnell wie moeglich realisieren.

Nun muessen wir aber schnell ins Bett, damit wir morgen fit sind, um uns das etwas laendlichere Kyoto anzuschauen.

Oyasuminasai (gute Nacht)

von Arne

Samstag, 9. Oktober 2010

Fisch, JCC und Frisbee

Die meisten von uns mussten heute nicht so frueh aufstehen, da wir uns statt um 8 Uhr erst um 9 Uhr trafen. Als alle an der Schule angekommen waren fuhren wir ca. 45 min. lang zu einer Bucht im Norden Sendais. Waehrend der Fahrt wurden die Sieger der gestrigen Rallye gekuert. Den ersten Platz belegte die Grupe um Jojo und Steffen.

Am Fahrtziel angekommen, gingen wir zum Strand um ein paar Gruppenspiele zu spielen.

Eines davon war der Rope-Skipping-Run. Eine Mischung aus Seilspringen und Wettlaufen:



Nach dem Strandausflug gingen wir Fischen:
Wir fischten allerdings nicht von einem Boot aus - diese waeren ja auch viel zu klein - sondern wir holten ein Netz ein, dass die Fischer vorher gelegt hatten. Nach anstrengendem Netz-aus-dem-Wasser-Holen staerkten wir uns mit einer Miso-Suppe und assen unseren selbstgefangenden Fisch.





Gut gesaettigt gingen wir zurueck an den Strand und spielten Fussball und Frisbee:



Am Abend waren Steffen und ich zusammen mit unseren Gastschwestern einer Freundin meiner Gastschwester in der Stadt shoppen.

Zum Glueck koennen wir morgen ausschlafen, denn dieser Tag ist fuer die Gastfamilie reserviert.

Um 13 Uhr wollen die Gastschwestern von Rebecca, Marten, Steffen und mir mit unszum Karaoke.

Freitag, 8. Oktober 2010

Show, Kunst und Musik

Heute war es soweit:Wir hatten unseren grossen Auftritt waehrend der morgendlichen Veranstaltung in der Schulkapelle. Mit den Liedern "Hamburger Veermaster" und "An der Nordseekueste" konnten wir das Publikum zum mitklatschen bewegen. Anschliessend wurden die Schulgastgeschenke ausgetauscht. Da der Gartenzwerg den Flug nicht unbeschadet ueberstanden hat, blieben noch die Stade-Fahne und Bildbaende unserer Stadt uebrig.

Die erste Unterrichtsstunde an diesem Tag war Kunst. Von Vorlagen historischer japanischer Kunst konnten wir Froesche, Hasen, Kanji-Symbole, Blumen oder ganze Landschaften mit tiefschwarzer Kohlefarbe abzeichnen.



Nach einer kleinen Staerkung ging es weiter mit Musik. Hier lernten wir nun die Instrumente kennen mit denen wir an unserem ersten Tag mit der Nationalhymne ueberrascht wurden. Diese bestehen aus einer Metall-Latte und einem eingebauten Schlagwerkzeug. Durch Abwaertsbewegungen schlaegt dieser gegen das Metall, das - je nach Laenge des Stabes - einen bestimmten Ton von sich gibt.

Die Austauschschueler uebernahmen jeweils einen Ton. Zuerst spielten wir die deutsche Nationalhymne. Darauf folgte "We wish you a merry Christmas":



Nach einer Staerkung und netten Gespraechen der Schulcafeteria startete die Stadtrallye.
Die Route fuehrte uns am Historical Museum, dem Sendai International Center und dem Museum of Fine Arts ueber das deutsch-japanische Zentrum direkt in die Plaza-Arcaden Sendais.

Auf dem Weg waren verschiedene Fragen zu beantworten. Zusaetzlich wurde die Zeit genommen.
Die Ergebnisse sollen morgen bekannt gegeben werden.

Nach der Rallye verbrachte wir Zeit mit unseren Gastschwestern in der Stadt, zumeist in Purikura-Fotoautomaten:

Fuer morgen steht Fischen auf dem Plan.

von Arne