Sonntag, 13. März 2011

Neue Lebenszeichen aus Japan

Wie ihr sicherlich wisst, ist die Lage in Japan und besonders in Sendai sehr angespannt: Aus Fukushima kommen keine genaueren Nachrichten über eine mögliche Kernschmelze und deren aktuellen Ausmaße. Die Japanische Regierung schweigt sich aus und übermittelt nur noch spärlich Informationen. Auch über die Schäden von Sendai im Stadtkern wird nur spekuliert und man wüsste noch nicht wie hoch der Schaden sei!

Für uns Schüler ist es schwierig an Information zu gelangen. Zurzeit bedienen wir uns von Internerplattformen wie Twitter, Youtube oder Facebook. Direkte Kontaktaufnahme gestaltet sich für uns als schwierig. In Japan ist Facebook nicht so verbreitet wie bei uns. Die Japaner nutzen für ihr Land ihr eigenes Soical Network namens mixi.jp.

Sofort probierten wir uns in den japanischen Dienst anzumelden. Leider vergebens, da wir nicht im Besitz von einem japanischen Handy sind.

Somit bleiben uns nur die Möglichkeit der E-Mail und das Hoffen auf Antworten bei Facebook. Heute erreichte uns eine kurzverfasste Nachricht von Yosuke Ohkoshi:
dear Steffen
thank you so much.
Iand My family are safe.


Die Nachrichten bekamen wir von Steffen´s Gastbruder, um 06:13 deren Ortzeit.
Ungewissheit macht sich in unseren Köpfen breit. Manche Gastfamilien von uns lebten am Meer und übten Berufe am Meer aus.


Rick´s Tochter, ein Betreungslehrer des Japanaustausch, berichtete uns gestern Abend, dass die Schüler der Sendai Shokei Schule unversehrt geblieben sind. Dennoch hätte sie aktuell kein Kontakt mehr zu ihrem Vater gehabt.


Ihre Tochter trifft es sehr hart. Letzte Nacht konnte sie vor Sorge um ihre Familie kaum schlafen. Sie lebe nämlich zurzeit in Amerika und weiß genauso wenig wie wir.

Um 15:41 (unserer Zeit) bekamen wir eine Nachricht von Nana Kimura, die das Glück hat über ihr Handy ins Internet zu gehen:

We can't get communication in Japan.
And I think that it without the charge of the cellphone.
But I was able to contact it miraculously.To Natsumi Nanami Moe! They and their family are safe!
I wish many people's safe.

Aus diesen Worten entnehmen wir, dass Kommunikation sich in Japan zurzeit als sehr schwierig gestaltet. Auch zukünftlich gesehen!
Dennoch nehmen wir aus diesen Worten die Hoffnung, dass unsere Freunde und Bekannte am Leben sind und sich bestimmt in Sicherheit befinden.

Hilflosigkeit macht sich in uns breit: Und immer wieder stellt sich die Frage wie wir helfen können! Denn zurzeit können wir nur hoffen und beten:


"Auch wenn die Welt verrückt spielt:
Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Zu glauben hat schon manchen Berg versetzt."
Quelle: Wise Guys

In diesem Sinne wünschen wir unseren Freunden den Japanern alles Gute für die gegenwärtige Nacht!


Steffen Mühlenkamp und Arne Balzer

Stand (12.03.2011; 17:31)

1 Kommentar:

  1. Allen Austauschschülern aus Stade wünschen wir auf diesem Wege dass ihr eure lieben alle wiederfindet!lieben Gruß aus Steinhude und wir sind in Gedanken bei euch

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